Klettern als Therapie

Die Kletter-Therapie oder das Therapeutische Klettern findet in jüngster Zeit mehr und mehr Anwendungsbereiche und Andwender aller Altersklassen.
Wer sich jetzt Patienten mit Rückenschmerzen oder Burn-Out vorstellt, die ängstlich und entkräftet von einem Therapeuten am Seil einen Felsen hinaufgetrieben werden, täuscht sich.
Es geht vielmehr um eine Variante, bei der man meist ohne Seil auskommt, in einer Halle an speziellen, an der Wand befestigten Griffen und in geringer Höhe klettert.
Der Patient sollte dabei ohne Angst, ganz spielerisch seine Fähigkeiten trainieren. Sich auf den kurzen Tritten und Griffen halten, den Körper seitlich verschieben, die Haltung und die Körperspannung optimieren, dabei Koordinationsvermögen und Beweglichkeit verbessern, sind Effekte, die bei dieser Sportart schnell eintreten.

Nicht ohne tieferen Sinn und Erfolg werden in jüngster Zeit immer mehr einfache, funktionelle Sportarten „wiederentdeckt“, die ohne viel Gerätschaft auskommen und sich an natürliche Bewegungsmuster orientieren.
Kaum eine Bewegungsform ist natürlicher und hilft so direkt dem Bewegungs-, Stütz- und Halteapparat wie das Klettern. Der Rücken wird entlastet, aufgerichtet, Arme und Beine müssen eingesetzt werden und das ganze macht auch noch Spaß.

Therapeutisches Klettern wird erfolgreich angewendet bei orthopädischen, neurologischen aber auch das Herz-Kreislaufsystem betreffenden Problemfeldern wie:

  • Haltungsschäden, Rücken- und Gelenkbeschwerden
  • Erkrankungen des Nervensystems (z.B. auch bei Multipler Sklerose)
  • geringer Konzentrationsfähigkeit
  • nach Schlaganfällen
  • Störungen im Bereich der motorischen Fähigkeiten
  • in der Krankengymnastik und Rehabilitation allgemein

Probieren Sie es einmal aus – am besten erst einmal unter Anleitung, um die grundlegenden Techniken und die verschiedenen Möglichkeiten gezeigt zu bekommen.